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Mary Zielscheibe

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 26. April 2024.

 

Definition:

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Der Begriff "Mary Zielscheibe" bezieht sich in der Psychoanalyse auf eine hypothetische Person, die dazu dient, im Rahmen von therapeutischen Sitzungen als Projektionsfläche für unbewusste Konflikte und Emotionen zu dienen. Mary Zielscheibe repräsentiert typischerweise bestimmte Eigenschaften oder Verhaltensweisen, auf die der Patient seine negativen Gefühle oder Aggressionen überträgt, um sie besser verstehen und bearbeiten zu können.

Das Konzept der "Mary Zielscheibe" in der Psychoanalyse

Was verbirgt sich hinter dem Begriff "Mary Zielscheibe"?

Das Konzept der "Mary Zielscheibe" wurde in der Psychoanalyse entwickelt und beschreibt eine bestimmte Form der Projektion, die in zwischenmenschlichen Beziehungen auftreten kann. Der Begriff bezieht sich auf die Tendenz einer Person, negative oder unerwünschte Eigenschaften oder Emotionen auf eine andere Person zu übertragen. Diese Übertragung kann bewusst oder unbewusst erfolgen und dient oft dazu, die eigene Verantwortung für bestimmte Gefühle oder Verhaltensweisen zu vermeiden.

Beispiel und Erklärung

Ein Beispiel für die "Mary Zielscheibe" könnte folgendermaßen aussehen: Anna ist frustriert und wütend auf ihren Kollegen Peter, weil er in letzter Zeit oft unpünktlich ist und dadurch ihre gemeinsame Arbeit behindert. Anstatt jedoch ihre eigenen Gefühle der Frustration anzuerkennen und direkt mit Peter darüber zu sprechen, projiziert Anna diese Gefühle auf ihre Freundin Mary. Sie reagiert also unverhältnismäßig gereizt auf Mary, obwohl diese gar nichts mit der Situation im Büro zu tun hat.

Indem Anna Mary zur "Zielscheibe" für ihre negativen Emotionen macht, kann sie vorübergehend eine Entlastung verspüren. Gleichzeitig verhindert sie jedoch, sich mit ihren eigenen Gefühlen auseinanderzusetzen und konstruktiv an der Lösung des Problems mit Peter zu arbeiten.

Umgang mit der "Mary Zielscheibe"

Um mit der Tendenz zur "Mary Zielscheibe" umzugehen, ist es wichtig, sich der eigenen Projektionen bewusst zu werden und Verantwortung für die eigenen Gefühle zu übernehmen. Dies kann durch Selbstreflexion und gegebenenfalls therapeutische Unterstützung geschehen. Indem man lernt, die eigenen Emotionen zu erkennen und angemessen auszudrücken, können zwischenmenschliche Beziehungen gestärkt und Missverständnisse vermieden werden.

Das Konzept der "Mary Zielscheibe" verdeutlicht, wie Projektionen in Beziehungen wirken können und wie wichtig es ist, sich mit den eigenen Emotionen auseinanderzusetzen, anstatt sie auf andere zu übertragen.

 

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