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Modelle der Informationsverarbeitung

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 28. April 2024.

 

Definition:

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Modelle der Informationsverarbeitung sind theoretische Rahmen, die die kognitiven Prozesse des Menschen beim Verarbeiten von Informationen beschreiben und erklären. Diese Modelle helfen dabei, die Funktionsweise des menschlichen Geistes zu verstehen, indem sie aufzeigen, wie Informationen wahrgenommen, gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Sie dienen als Instrumente, um menschliches Verhalten und Denken zu analysieren und zu erklären.

Modelle der Informationsverarbeitung in der Kognitiven Psychologie

Ein zentrales Konzept in der Kognitiven Psychologie sind die Modelle der Informationsverarbeitung. Diese Modelle dienen dazu, zu verstehen, wie Menschen Informationen aufnehmen, speichern, verarbeiten und wiederaufrufen. Sie helfen uns dabei, die komplexen kognitiven Prozesse zu erklären, die unserem Denken und Handeln zugrunde liegen.

Grundprinzipien der Modelle der Informationsverarbeitung

Die Modelle der Informationsverarbeitung basieren auf verschiedenen Grundprinzipien, darunter:

1. Serielle Verarbeitung: Einige Modelle gehen davon aus, dass Informationen nacheinander und in aufeinanderfolgenden Schritten verarbeitet werden. Dies bedeutet, dass jede kognitive Operation erst abgeschlossen sein muss, bevor die nächste beginnen kann.

2. Parallele Verarbeitung: Andere Modelle postulieren, dass Informationen gleichzeitig und parallel verarbeitet werden können. Dies ermöglicht es, verschiedene kognitive Prozesse gleichzeitig in Gang zu setzen.

3. Bottom-up und Top-down Verarbeitung: Bottom-up-Prozesse beziehen sich auf die Verarbeitung von Informationen, die direkt aus den Reizen der Umwelt stammen. Top-down-Prozesse hingegen beziehen sich auf die Verarbeitung von Informationen auf der Grundlage von Vorwissen, Erwartungen und Zielen.

Beispiele für Modelle der Informationsverarbeitung

Ein bekanntes Modell der Informationsverarbeitung ist das Mehrspeichermodell nach Atkinson und Shiffrin. Dieses Modell unterteilt das Gedächtnis in sensorisches Gedächtnis, Kurzzeitgedächtnis und Langzeitgedächtnis und beschreibt, wie Informationen zwischen diesen Speichern verarbeitet werden.

Ein weiteres Beispiel ist das Modell der Arbeitsgedächtniszentrale nach Baddeley und Hitch. Dieses Modell besteht aus mehreren Unterkomponenten, die jeweils unterschiedliche Aspekte der Informationsverarbeitung abbilden, wie zum Beispiel den zentralen Exekutivprozess, den phonologischen Schleife und den visuell-räumlichen Notizblock.

Insgesamt liefern die Modelle der Informationsverarbeitung wichtige Ansätze, um die kognitiven Prozesse des Menschen zu verstehen und zu erklären. Sie dienen als Rahmen, um zu erforschen, wie Informationen in unserem Geist verarbeitet werden und wie diese Verarbeitung unser Verhalten und unsere Entscheidungen beeinflusst.

 

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